Politcamp 2011 und Educamp 2011

Julia Behlke am 16. Februar 2011

Im März finden gleich zwei Veranstaltungen im Bereich Web 2.0 und E-Learning statt. Das Politcamp 2011 “Politik trifft Web 2.0″ (20. bis 21. März, Berlin) und das Educamp 2011 (19. bis 20. März, Bremen).

Sowohl das Politcamp als auch das Educamp werden nach dem Barcamp-Konzept organisiert. Somit können noch Themenvorschläge eingereicht werden und das finale Programm steht auch noch nicht komplett fest. (Selbst an den Veranstaltungstagen können so noch Sessions vorgeschlagen und spontan in das Programm integriert werden.)

Beide Veranstaltungen kann ich aus eigener Erfahrung sehr empfehlen. So bietet das Politcamp nicht nur interessante Themen rund um die Politik und das Web 2.0, sondern auch die Location (Radialsystem V) bietet eine angenehme Atmosphäre um Gespräche zu intensivieren. Das Educamp hingegen bietet einen Blick auf das Web 2.0 aus einer eher lernorientierten Perspektive, aber auch bei diesem Barcamp kommt der persönliche Austausch natürlich nicht zu kurz.

Neuer Aktionsbutton “Jetzt Internet-Pate werden!”

Julia Behlke am 15. Januar 2011

Im November war ich auf der Fachkonferenz “Internet erfahren - Gemeinsam durchs Netz” des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Das zentrale Thema dieser Konferenz war die Digitale Integration aller Bürgerinnen und Bürger. Hierbei ging es nicht nur um den Zugang zum Internet, sondern auch um die Internetkompetenzen der Internetnutzer. So wurden im Rahmen der Fachkonferenz “Internet erfahren” auch zahlreiche Projekte vorgestellt, die den Ausbau von digitalen Kompetenzen unterstützen.

Eines der vorgestellten Projekte war u.a. “Internet-Patinnen und -Paten” des Kompetenzzentrums “Technik - Diversity - Chancengleichheit”. Die Idee hinter diesem Projekt ist, dass erfahrene Internetnutzer ihr Wissen innerhalb ihres sozialen Netzwerkes weitergeben und somit Nichtnutzer an das Internet heranführen.

Hierzu ist innerhalb des Projektes vorgesehen, dass eine Patenschaft zwischen dem erfahrenen Internetnutzer und dem Nichtnutzer eingegangen wird. Sobald Ziele und Vorstellungen zwischen den beiden Partnern bezüglich der Patenschaft, der Internetnutzung und der Lerninhalte abgesprochen sind, dann soll in regelmäßigen Abständen ein persönliches Treffen erfolgen. Während dieser Treffen wird dann beispielsweise die erste Email geschrieben, das erste Mal ein Flug gebucht oder mittels Suchmaschinen recherchiert. (Hier finden Sie weitere Informationen über den Einstieg in eine Internet-Patenschaft.)

Weiterhin kann in dem Projekt ein Lerntagebuch mittels eines Blogs geführt werden. In diesem Lerntagebuch können dann alle gesammelten Eindrücke und Erfahrungen aus der Internet-Patenschaft festgehalten werden. (Hier geht es zu den bereits aktiven Patinnen- und Paten-Weblogs.)

Da ich die Idee der Internet-Patenschaft gerne unterstützen möchte, habe ich nun einen Aktionsbutton “Jetzt Internet-Patin!” bzw. “Jetzt Internet-Pate werden!” in die sogenannte Sidebar meines Blogs eingefügt. Bei einem Klick auf den Button gelangen Sie direkt zu der Webseite des Projektes.

BIENE 2010 - Wettbewerb für Barrierefreies Webdesign

Julia Behlke am 9. Dezember 2010

Morgen findet die Preisverleihung des Wettbewerbs “BIENE - Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten” in Berlin statt. Für das Finale sind 30 Internetangebote in den folgenden Kategorien nominiert: Unternehmen, Organisationen, Verwaltung und Tagesaktuelle Medien. Weiterhin sind zwei Internetangebote für einen Sonderpreis nominiert.

Die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen prämieren auch dieses Jahr “[…] die besten deutschsprachigen barrierefreien Angebote im Internet mit einer BIENE.” (BIENE 2010) Nun kann man gespannt sein, welches Internetangebot nun eine bronzene, eine silberne oder eine goldene BIENE “anfliegt”.

ConventionCamp - Die Internet(Un)Konferenz in Hannover

Julia Behlke am 4. November 2010

Am 10. November findet das ConventionCamp in Hannover statt. Das Programm besteht aus folgenden Themenschwerpunkten:

  • Die Zukunft von eCommerce und Business
  • Smarte Cities - smarte Regeln: Die Gesellschaft …
  • Die Zukunft der digitalen Gesellschaft
  • What the Internet Is Doing to Our Brains
  • Von Hackern, Idealisten und Coworkern: Arbeitsmodelle …
  • Mobile (R)evolution
  • Das ConventionCamp wird ähnlich zu einem Barcamp organisiert, d.h. jeder Teilnehmer kann noch eine freie Session gestalten und aktiv zum ConventionCamp beitragen.

    Ich persönlich finde besonders die Themenschwerpunkte “Smarte Cities - smarte Regeln” und “Die Zukunft der digitalen Gesellschaft” spannend. Ansonsten lasse ich mich einfach auf dem ConventionCamp überraschen und entscheide dann spontan, welche Sessions ich noch besuchen werde.

    Das Projekt “Generation 50plus aktiv im Netz gegen Nazis” geht weiter!

    Julia Behlke am 5. Oktober 2010

    Das Projekt “Generation 50plus aktiv im Netz gegen Nazis” der Amadeu Antonio Stiftung geht weiter! Am 28. Oktober findet ein Workshop in Berlin statt und am 15. November ist eine Veranstaltung in Weimar geplant. Bei den Workshops geht es u.a. darum, wie die Generation 50plus in Foren und Chats gegen Rechtsextremismus aktiv werden kann.

    Das Ziel des Workshop in Berlin besteht u.a. darin, die Generation 50plus mit den interaktiven Werkzeugen des WWW vertraut zu machen, rechtsextreme Inhalte in der virtuellen Welt zu erkennen und entsprechend gegen diese vorzugehen. Weiterhin besteht die Möglichkeit für einen Einsatz als Moderator/in für Communities bei netz-gegen-nazis.de geschult zu werden.

    Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung “Dumm 3.0 oder aktive Bürger(innen) im Netz?”

    Julia Behlke am 22. September 2010

    Gestern Abend war ich bei dem Vortrag “Dumm 3.0 oder aktive Bürger(innen) im Netz?” der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Hamburg. Als Vortragende waren Markus Reiter (Buchautor, Medienberater und Journalist) und Markus Beckedahl (Chefredakteur von netzpolitik.org) eingeladen. Der Vortragsraum war gut gefüllt und es sah danach aus, dass es eine spannende Diskussion geben würde.

    Denn Markus Reiter hat vor kurzem das Buch “Dumm 3.0. Wie Twitter, Blogs und Social Networks unsere Kultur bedrohen” veröffentlicht. In seinem Buch beschreibt er u.a. “[…] die Gefahr, im Informations-Dschungel des Internets die Orientierung zu verlieren. […] Denn ohne Dienstleister, die Fakten prüfen und vorsortieren, könne die Informationsflut des Internets manchen Leser überfordern.”

    Markus Beckedahl hingegen sieht eine große Chance in der Informationsvielfalt des Internets. Zudem könne mittlerweile jeder “[…] seine Meinung publizieren und damit zu ganz neuen Diskussionen anregen.” Mit seinem Blog netzpolitik.org behandelt er u.a. Themen wie Freie Software, Urheberrecht und Digital Rights.

    Zunächst schien es so, dass die beiden Vortragenden unterschiedliche Standpunkte vertreten würden. Doch dann stellte sich heraus, dass die beiden Vortragenden gar nicht so weit voneinander entfernt lagen. Markus Reiter schien es hauptsächlich um die Frage zu gehen, wie der professionelle Journalismus im Internetzeitalter fortbestehen kann. Denn ohne “Paid Content” wäre es kaum möglich diesen zu finanzieren. Dieses wiederum ist nicht ein Problem des Internets, sondern eher eine Frage des Geschäftsmodells, welches die Verlage momentan (eine große Hoffnung der Verlage liegt vor allem auf dem iPad) zu lösen versuchen.

    Markus Beckedahl machte darauf aufmerksam, dass Blogger hauptsächlich auf die großen Verlage verlinken und dass diese Links auch zu mehr Lesern und einer guten Reputation führen würden. Er sah weiterhin keine Lösung im sogenannten “Paid Content”, sondern sah diese eher in Werbeeinnahmen.

    Die Diskussion wechselte dann zu Partizipationsmöglichkeiten der einzelnen Bürger(innen). Markus Reiter war der Ansicht, dass viele Bürger(innen) gar nicht in der Lage seien ihre Meinung im Internet zu veröffentlichen und viele Forenbeiträge nicht erwähnenswert wären oder auch diffamierend seien. Dies wiederum ist auch kein direktes Problem des Internets, sondern eher eine Frage der Medienkompetenz und Bildung auf Seiten der Bevölkerung.

    So war das Ergebnis der ganzen Dikussion wieder einmal (wie auch in vielen Politiksendungen), dass mehr in Bildung investiert und bereits in der Schule Medienkompetenz vermittelt werden müsste. Wenn nun die Lösung in der Bildung liegt, dann frage ich mich, warum nicht einfach mehr in die Bildung investiert wird. Wir könnten uns die ganzen Diskussionen (und Politiksendungen) sparen und müssten einfach nur handeln. Es liegt einfach auf der Hand: Wir leben in der sogenannten Wissensgesellschaft (auch Informationsgesellschaft genannt) und diese verfügt auch über ihre entsprechenden Medien. Wir müssen nur lernen mit diesen (durchaus mächtigen Werkzeugen) umzugehen …

    Initiative Pro Netzneutralität

    Julia Behlke am 23. August 2010

    Die aktuelle Diskussion über “Google Street View” verdeckt leider ein ebenfalls brisantes Thema: Die Bewahrung der Netzneutralität. Die Netzneutralität stellt sicher, dass der Datenverkehr im Internet gleichbehandelt wird. Dieses Prinzip der Netzneutralität wird nun von Google und Telekommunikationsunternehmen in Frage gestellt.

    In der Presse ist an dieser Stelle häufig vom “Zwei-Klassen-Internet” die Rede, da durch die Aufhebung der Netzneutralität beispielsweise die Daten eines Unternehmens bevorzugt werden und sich weitere Bezahlangebote etablieren könnten. (Weitere Informationen zu dem Thema “Netzneutralität” bietet u.a. der Spiegel: “Netzneutralität. Sind alle Daten gleich?”)

    Nun haben Netzaktivisten eine Initiative “Initiative Pro Netzneutralität” ins Leben gerufen. Diese Initiative setzt sich für ein “freies und offenes Internet” und die Gleichbehandlung aller Daten im Internet ein.

    Hier ist die Kurzfassung der Erklärung “Initiative Pro Netzneutralität”: “Ein freies Internet ohne staatliche oder wirtschaftliche Eingriffe ist Garant für freien Meinungsaustausch weltweit und damit die direkte Ableitung des Rechts auf Meinungsfreiheit. Netzneutralität ist elementar für unsere Demokratie.”

    Interaktive Spielemesse “Gamescom” in Köln

    Julia Behlke am 17. August 2010

    Unter dem Motto “Celebrate the Games” findet die interaktive Spielemesse “Gamescom” dieses Jahr vom 18. bis 22.08.2010 in Köln statt. Mich persönlich interessiert im Rahmen dieser Messe vor allem der Bereich “gamesCompetence”. In diesem Bereich “[…] dreht sich alles um gesellschaftliche Aspekte des Spielens.” (gamesCompetence)

    Im Bereich “gamesCompetence” werden u.a. folgende Vorträge gehalten: “Einordnung. Wer spielt was?” (Prof. Dr. Winfred Kaminski), “Games und ihr Einfluss auf die Jugendkultur” (Sabine Trepte) und “Virtueller Teamgeist” (Peter Siedlatzek). Die Case-Studies “Social Gaming” und “Emotional Gaming” hören sich weiterhin vielversprechend an.

    TED Talks - Vortrag “SixthSense” (Pattie Maes und Pranav Mistry)

    Julia Behlke am 13. Juli 2010

    Diese Woche habe ich den Vortrag von Pattie Maes und Pranav Mistry (MIT Media Lab) auf TED verfolgt und war wirklich fasziniert. Hier das Video dazu:

    Heute morgen fand ich es dann ganz witzig, dass auch die ZEIT einen Artikel “Computer-Maus: Wie die Hand zur Maus wird” über Pranav Mistry veröffentlicht hat.

    IKT-Forum an der Johannes Kepler Universität in Linz

    Julia Behlke am 8. Juni 2010

    Auch dieses Jahr findet wieder das IKT-Forum in Linz statt. Das IKT-Forum beschäftigt sich hauptsächlich mit Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für Menschen mit Beeinträchtigungen.

    Die Themenschwerpunkte für dieses Jahr sind u.a. die folgenden:

  • Informations-und Kommunikationstechnologien und Assistierende Technologien
  • Barrierefreies Webdesign
  • Einfache Sprache
  • Seniorengerechte Produkte
  • Unterstützte Kommunikation
  • Der aktuelle Programmentwurf kann bereits auf der Webseite des IKT-Forums heruntergeladen werden.