Archive for the ‘AAL’ Category

Das Projekt TAO (Third Age Online)

Julia Behlke am 26. Juli 2012

Das Projekt TAO - Community & Collaboration beschäftigt sich u.a. mit den Chancen, welche Online-Communities für die Generation 60plus offerieren. Im Rahmen des TAO Projekts geht es somit u.a. darum die Teilnahme von älteren Menschen an Online-Communities zu fördern.

Weiterhin wird im Rahmen des Projekts TAO erforscht, inwieweit das Design und die Benutzeroberfläche von Online-Communities an entsprechende Bedürfnisse älterer Menschen angepasst werden sollten (vgl. Projekt TAO).

Das Projekt TAO ist ein europäisches Forschungs- und Entwicklungsprojekt und wird getragen von einem Konsortium bestehend aus “[…] 11 Partnerorganisationen aus der Schweiz, Deutschland und den Niederlanden […]”. (Partner TAO) Aus Deutschland sind u.a. das ZAWIW der Universität Ulm und Wikimedia Deutschland an dem Projekt beteiligt.

Auf der Webseite des Projekts TAO sind noch viele weitere interessante Informationen zu finden.

ICCHP-Konferenz an der TU Wien

Julia Behlke am 3. Mai 2010

Vom 14. bis 16. Juli findet die ICCHP-Konferenz (International Conference on Computers Helping People with Special Needs) an der TU Wien statt. Die Konferenz beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Assistierenden Technologien (AT) und Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für Menschen mit Beeinträchtigungen. Aber natürlich geht es auch um übergeordnete Themen, wie z.B. eInclusion, eAccessibility und um die benutzerfreundliche Gestaltung des Human-Computer Interface (HCI).

Gerade in dem Themenspektrum der ICCHP-Konferenz gibt es noch ausreichenden Handlungs- und Forschungsbedarf. Doch eins sollte, meiner Meinung nach, auch hier nicht vergessen werden: Die Kommunikation mit Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) kann die persönliche Kommunikation und menschliche Interaktion nur erweitern, aber nicht ersetzen.

AAL-Kongress 2010 in Berlin

Julia Behlke am 19. Januar 2010

Nächste Woche halte ich einen Vortrag über mein Forschungsvorhaben “Späte Pioniere: Senioren leben und lernen mit dem Web 2.0″ auf dem AAL-Kongress in Berlin. Im Bereich AAL (Ambient Assisted Living) (oder auch “Leben mit unterstützenden Technologien”) geht es u.a. darum, wie älteren Menschen länger ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen “vier Wänden” ermöglicht werden kann.

Ich persönlich freue mich schon sehr auf den AAL-Kongress, auf den Vorkongress “Silver Gaming” und darauf mal wieder in der Hauptstadt zu sein … Falls weiteres Interesse besteht: Das Kongressprogramm ist auch schon Online.

inHaus - Innovationszentrum der Fraunhofer-Gesellschaft

Julia Behlke am 11. April 2009

Am Mittwoch hatte ich die Gelegenheit das inHaus - Innovationszentrum in Duisburg zu besuchen. Die Führung durch das neue inHaus war sehr beeindruckend. Hier ein Bild der Vorderansicht des neuen inHauses:

Vorderansicht InHaus

Das etwas ältere inHaus befindet sich in unmittelbarer Nähe des neuen Gebäudekomplexes. Auch hier kurz ein Photo:

inHaus

In dem neuen Gebäudekomplex befinden sich Anwendungslabore für die Bereiche: Wohnen, Büro, Service, Hotels, Veranstaltungen und Pflegeheime. Besonders begeistert hat mich das hochtechnologische Badezimmer im inHaus. Dieses verfügt u.a. über einen “intelligenten Spiegel”, der ähnlich zu einem Touchscreen bedient werden kann.

Der Spiegel beinhaltet Erinnerungsfunktionen für die Tabletteneinnahme, für das Händewaschen und das Zähneputzen. Außerdem kann über ihn das Radio eingeschaltet, ein Kalender aktiviert werden und er kann auch, durch Sensoren im Boden, den Puls und das Gewicht des Nutzers angeben. Hier zwei Photos von dem Spiegel:

Intelligenter Spiegel

intelligenter_spiegel_unten-small.JPG

Die Bedienung für die Toilette ist auch sehr schön.

Bedienung für die Toilette

Auch mit dem Wohnbereich haben sich die Forscher beschäftigt, wobei nicht nur die Technik wichtig war, sondern auch das ansprechende Design. Hier zwei Wohnungsbeispiele für ein Seniorenheim:

Schlafzimmer

Schreibtisch

Wohnbereich

Das braune Schlafzimmer bzw. der Wohnbereich war sehr “intelligent”. Mit Hilfe des Touchscreens (siehe nächste Photo) konnte z.B. nach Dokumenten oder Schlüsseln gesucht werden, die vorher mit einem elektronischen Chip “markiert” worden waren. Sobald der Benutzer auf dem Touchscreen das Schlüsselsymbol berührt hat, leuchtete die Schublade auf, in der sich der Schlüssel befand (siehe Photos des braunen Wohnbereichs).

Touchsreen

Der Bewohner kann aber auch mit dem Touchsreen die Schwester rufen und sich erinnern lassen, dass er noch Medikamente nehmen muss. Weiterhin kann der Pflegedienst eine Extrafunktion freischalten, mit der die Verwaltungsfunktionen wesentlich vereinfacht werden. So werden auch alle wichtigen Informationen zum Patienten angezeigt.

Im inHaus wird aber auch am Future Hotel geforscht. Hier zwei Photos des modernen Hotelzimmers (mit unterschiedlichen Beleuchtungsfarben):

Hotelzimmer

Future Hotel

Das moderne Hotelzimmer verfügt über ein Panoramafenster, ein “motorisiertes” Bett (das einen in den Schlaf “schaukelt”) und natürlich über einen “intelligenten Spiegel”. Das Panoramfenster kann durchsichtig bzw. undurchsichtig (milchig) geschaltet und auch als Projektionsfläche genutzt werden.

Mich persönlich hat auch noch das platzsparende Badezimmer fasziniert, welches über eine bewegliche Wand verfügt. Auf der einen Seite befindet sich das fugenfreie Waschbecken und auf der anderen Seite die Dusche. Der besondere Clou: Durch ein Gummiwischblatt, an der Unterseite der Wand, ist das Badezimmer gleich gewischt. Hier zwei Photos:

Badezimmer

Waschbecken

Die sympathische Führung durch das InHaus hat mich wirklich sehr beeindruckt und viele der Wohnideen würde ich mir auch gerne sofort in meine Wohnung einbauen. Das ist das Besondere am inHaus: Viele der Wohnideen sind für ältere Menschen konzipiert worden, aber ich denke, dass auch durchaus junge Menschen gerne einen solchen Wohnkomfort hätten.

Zum Abschluss noch ein Photo eines Plakats:

Plakat

An dieser Stelle: Vielen Dank, für die nette Führung durch das neue inHaus.