Archive for the ‘Forschungsalltag’ Category

Besuch im Stadtteilzentrum Agathof e.V.

Julia Behlke am 25. April 2008

Diese Woche war ich in Kassel und habe dort das Stadtteilzentrum Agathof besichtigt. Das Stadtteilzentrum soll als Begegnungsst├Ątte f├╝r die Menschen aus Kassel (insbesondere des Stadtteils Bettenhausen) dienen. Viele Angebote des Agathofs richten sich an Senioren die Generation 60plus und sollen zus├Ątzlich die zwischenmenschliche Kommunikation f├Ârdern. Mein Interesse richtete sich haupts├Ąchlich auf den Arbeitskreis Bettenhausen - Fr├╝her und Heute und auf PC/Internetkurse f├╝r die Generation 60plus. Aber hier kurz zwei Bilder vom Agathof:

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Der Arbeitskreis “Bettenhausen-Fr├╝her und Heute” trifft sich regelm├Ą├čig und es werden Zeitgeschichten (mit Photos) ├╝ber den Stadtteil Bettenhausen dokumentiert und von der Gruppe anschlie├čend im Internet ver├Âffentlicht. Das Ziel dieses Projektes ist, dass sich zum einen das Image des Industriestandortes Bettenhausen verbessert und zum anderen, dass auch die Erfahrungen und Erinnerungen der Generation 60plus weitergegeben werden und somit eventuell auch, sozusagen als ┬┤Nebeneffekt┬┤, dazu beitr├Ągt, dass sich zus├Ątzlich das Bild von Senioren der Generation 60plus positiv ver├Ąndert. Da das Projekt bisher breiten Zuspruch gefunden hat, ist ein Folgeprojekt (Erinnerungen ins Netz) gerade im Anlauf.

W├Ąhrend meines Besuches im Agathof hatte ich weiterhin die M├Âglichkeit mich mit zwei aktiven Senioren Menschen der Generation 60plus auszutauschen. Hier kurz ein Photo:

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Beide sind aktiv im Internet, besitzen ein Ehrenamt und beteiligen sich an Projekten des Agathofs. Die Dame ist sehr engagiert im Bereich der Entwicklungshilfe und setzt sich f├╝r den Anbau der Pflanze “Artemisia annua” in Afrika ein. Diese soll u.a. gegen die Beschwerden der Malaria helfen. Auf der Internetseite “Artemisiapflanzenfrau” k├Ânnen weitere Informationen gefunden und Kontakt mit Ihr aufgenommen werden.
Der Herr interessiert sich mehr f├╝r den Computer und das Internet. Er ist aktiv in dem Projekt “Bettenhausen - Fr├╝her und Heute” und k├╝mmert sich u.a. darum, dass die Zeitgeschichten und Photos im Internet ver├Âffentlicht werden. Weiterhin hilft er anderen Senioren Kursteilnehmern bei Problemen mit dem PC oder bei Fragen rund um das Internet.
Der Austausch mit den Beiden hat mir pers├Ânlich weitergeholfen und mich sozusagen auf “neue” Pfade f├╝r mein Thema gef├╝hrt. Deshalb bedanke ich mich an dieser Stelle nocheinmal und hoffe, dass ich eventuell nocheinmal die Gelegenheit bekomme ein Interview mit den Beiden zu f├╝hren.

Zum Abschluss noch zwei Photos aus Kassel (Wilhelmsh├Âhe):

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Wikinomics und World Community Grid

Julia Behlke am 28. März 2008

Gestern habe ich angefangen, das Buch “Wikinomics - Die Revolution im Netz” von Don Tapscott und Anthony D. Williams, zu lesen. Dort wird auch das World Community Grid erw├Ąhnt:

“Die neuen Formen der Zusammenarbeit werden nicht nur kommerziellen Interessen dienen, sondern sie werden altruistischen Anliegen zugutekommen, etwa helfen, genetisch bedingte Krankheiten zu heilen, Voraussagen ├╝ber den weltweiten Klimawandel abzugeben, neue Planeten und Sterne zu finden. Forscher am Olson Laboratory beispielsweise nutzen einen riesigen Supercomputer, um Wirkstoffe zu testen, mit denen man vielleicht eines Tages Aids heilen k├Ânnte. Aber das ist kein gew├Âhnlicher Supercomputer. Ihre Initiative mit dem Namen FightAIDS@home ist Teil des World Community Grid, eines globalen Netzwerks, in dessen Rahmen Millionen Computernutzer via Internet brachliegende Rechnerkapazit├Ąt zur Verf├╝gung stellen und so eine der m├Ąchtigsten Computerplattformen weltweit bilden.” (Tapscott/Williams 2007)

Auf das World Community Grid bin ich schon einmal, durch den Blog von einem Freund (J├Ârgs Blog), gestossen. Ich habe mich auch kurz mit ihm dar├╝ber unterhalten, da mir pers├Ânlich die Funktionsweise nicht klar war. (Mir ist immer noch nicht ganz hundertprozentig klar wie das technisch abl├Ąuft ;-) ) Na ja … die Webseite des World Community Grid gibt einen kleinen Einblick…

Ach ja, es gibt auch eine Webseite zu dem Buch “Wikinomics”

Jay Cross - Informal Learning

Julia Behlke am 19. März 2008

Eigentlich wollte ich heute mit der Fragebogenkonstruktion anfangen… doch dann habe ich in dem Buch von Jay Cross “Informal Learning” weitergelesen und bin irgendwie “h├Ąngengeblieben”.

Ich bin sozusagen ├╝ber eine Textstelle “gestolpert”, in der es darum ging, dass die meisten Unternehmen mehr f├╝r Weiterbildung ausgeben als f├╝r den nat├╝rlichen Austausch der Arbeitnehmer untereinander (beispielsweise in der Mittagspause) und damit (nach Cross) f├╝r das Informelle Lernen. Hierdurch musste ich dann gleich an einen meiner letzten Eintr├Ąge (Besuch bei Google in Z├╝rich) denken.

In diesen B├╝ror├Ąumen fehlt wirklich nicht der Raum f├╝r den pers├Ânlichen, informellen Austausch. Inwieweit jedoch Informelles Lernen (innerhalb dieser Gespr├Ąche) gef├Ârdert werden kann (oder besser: zielgerichtet sein kann) ist mir pers├Ânlich noch nicht ganz so klar. Wie k├Ânnen beispielsweise die Mitarbeiter dazu motiviert werden, sich in der Mittagspause auch ├╝ber relevante Dinge Ihres Arbeitslebens zu unterhalten? Oder geht es prim├Ąr um den Informationsfluss innerhalb des Unternehmens? Sehr wahrscheinlich drehen sich viele Gespr├Ąche der Mitarbeiter auch um ein gerade angelaufenes Projekt, usw.?! Auch geht es bestimmt um den sogenannten Wohlf├╝hlfaktor innerhalb einer Organisation… Wie gesagt, befinde ich mich noch in der “Reflexionsphase”…

Deshalb beende ich diesen Eintrag ersteinmal mit einem Zitat von Jay Cross:

“Workers learn more in the coffee room than in the classroom. They discover how to do their jobs through informal learning: asking the person in the next cubicle, trial and error, calling the help desk, working with people in the know, and joining the conversation.”

Einen Link zu dem Blog “Informal Learning” von Jay Cross habe ich weiterhin meiner Blogroll hinzugef├╝gt.